Philosophin zum Fall Fernandes: „Männer werden wütend, weil sich die Gesellschaft verändert“
<i>Manon Garcia gehört zu den wichtigsten Feministinnen der neuen Generation und ist Professorin der praktischen Philosophie. Die Französin woh…
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Fakten
- Manon Garcia ist eine französische Philosophin und Professorin der praktischen Philosophie.
- Sie wohnte dem Prozess um die Massenvergewaltigungen von Gisèle Pelicot bis zum Ende bei.
- Die Gewalt hat nicht zugenommen, sie ist lediglich sichtbarer geworden und wird gesellschaftlich weniger akzeptiert.
- Frauen wie Gisèle Pelicot oder Collien Fernandes werden für ihren Mut gefeiert – und trotzdem angegriffen.
- Der Hass, den man als Frau in der Öffentlichkeit erlebt, ist unheimlich.
- Viele Täter sind Ehemänner, Feuerwehrleute, Ärzte.
- Die Gesellschaft will Täter normalerweise pathologisieren, sie als Monster darstellen, anstatt sie als Politikum zu betrachten.
- Frauen haben sich an Gewalt von Männern gewöhnt. Wir müssen eine Diskussion darüber führen, warum Frauen Verhaltensweisen von Männern akzeptieren, die offensichtlich gewaltvoll sind.
- Es muss sich in Deutschland etwas an den Gesetzen ändern, damit sich strukturell etwas bewegt.
- Gesetze verändern die Gesellschaft nicht. Es braucht Fernsehsendungen, Bücher, Aufklärung … und es braucht Vorbilder.
- Männer werden wütend, weil sich die Gesellschaft verändert.
- Es gibt erst mehr Gewalt, bis es weniger gibt.
- Kitas und Schulen arbeiten mit Konsens, was Mädchen das Wissen gibt, dass Grenzen existieren.
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